Montag, 21. Mai 2018

Das Alter, Alder!

Für viele Menschen ist das Alter nur irgend etwas mit Zahlen. Ist es das wirklich? Das ich diese Frage so stelle, deutet bereits darauf hin, dass ich meine, es wäre nicht einfach so.
Zuerst kann man schon sagen, dass sich aus dem Geburts- und aktuellem Datum, das scheinbare Lebensalter errechnen lässt. Aber. Das sind erst einmal wirklich nur leere Zahlen. Denken wir uns jeden Tag unseres Lebens als ein leeres Gefäß. Eine Flasche, ein Krug, ein Karton oder ein Korb. Morgens ist er leer, wir müssen ihn füllen. Sonst bleibt er wirklich nur ein leerer Karton oder eine leere Flasche. Schon dieses macht einen Unterschied. 30, 40, 50, 60, 70, 80 Jahre können also sehr, sehr verschieden sein.

Abgesehen davon betrachte ich das s.g. Alter nur einerseits als Betrachtung des Status unserer Gesundheit, als Reflexion dieses Status und die Sicht auf mögliche Veränderungen unserer äußeren Hülle.

Solange ich gesund bin, spielt der Zeitraum, welchen ich bereits auf der Erde wandle, eine untergeordnete Rolle. Warum soll ein nach sportlicher Betätigung eintretender Schmerz beim 25-jährigen als normal, beim 55-jährigen, jedoch als Alterserscheinung betrachtet werden?

Wie reflektiere ich meinen Gesundheitsstatus? Ein junger Mensch käme kaum auf den Gedanken, Krankheit als als Ausdruck des Alters zu sehen. Selbst bei ernsthaften und chronischen, gar angeborenen Krankheiten betrachten wir das üblicherweise in Bezug auf das erreichte Lebensalter. Es kommt auch hier wieder darauf an, wie wir die Tage dennoch füllen.

Und die äußere Hülle? Ein paar Falten sind doch nichts anderes, als in unserer Hardware abgelegte ErLebensdaten!

Sonntag, 13. Mai 2018

Unheimliche Begegnungen

Es handelt sich bei diesen Begegnungen nicht um solche mit UFOs oder Alien. Wer hier so etwas erwartet kann gleich aufhören zu lesen. Es geht auch nicht um Sex, also Begegnungen mit unheimlich tollen Frauen. 

Ich bin als Fußgänger täglich mehrere Stunden unterwegs im öffentlichen Verkehrsraum. Dabei begegnen mir, besonders bei dem jetzigen schönen Wetter sehr viele Radfahrer. Hier möchte ich meine Top 3 von unmittelbaren Begegnungen mit dieser außerordentlich interessanten Spezies berichten. 

Platz 3. Ereignisort: Südost-Fußgängerampel U-Bahnhof Frankfurter Allee. Ich überquere bei Grün die Straße. Will über den gepflasterten Weg in meinen FAS-Kiez. Plötzlich trifft mich von hinten der Schlag - ein Radfahrer hat die Umkurvung meiner Person falsch kalkuliert. Ich kann aber den Sturz vermeiden. Der Radfahrer benötigt auch etwas Zeit um wieder stabil zu fahren. Eindrucksvoll wird hier die Kreiselwirkung der sich drehenden Räder demonstriert. Nach 5 Metern ist aber alles wieder gut und die Fahrt kann fortgesetzt werden.
Ich brauche nicht zu betonen, dass der Radfahrer sich nicht umgedreht hat, um mal zu schauen, was ihn das so aus der Bahn gebracht hat.

Platz 2. Ereignisort: Nöldnerplatz. Ich gehe kurz vor dem S-Bahnhof Nöldnerplatz über die Lückstraße. Welche gerade frei von Verkehr ist. Doch Vorsicht! Von rechts nähert sich ein Radfahrer. Auf dem Fußweg selbstredend. An dieser Stelle durch eine Baustelle recht eng. Unhöflich wie ich bin gehe ich einfach weiter. Der Radler muss abstoppen und mit den Füßen die Pedale verlassen. Aus der griechischen Mythologie wissen wir ja, dass den Riesen da die Kraft verlässt. Mein radelnder Antäus sagte also "sorry". Sobald er allerdings wieder in den Pedalen war, kam ein "Du hast mich doch gesehen!" Ich war echt zerknirscht.

Platz 1: Ereignisort: Paul und Paula Ufer an der Rummelsburger Bucht. Ich wandere auf der rechten Seite, des breiten Fussweges Richtung Osten. Dieser Weg darf von Radfahrern mit genutzt werden. Mir kommt ein Radfahrer entgegen, welcher gerade ein Telefonat erhält. Er möchte wohl nicht während des Fahrens telefonieren (löblich). Zieht also voll auf "meine" Seite. Kommt da an einer ungünstigen Stelle zu stehen. Da fällt nämlich die Kante des Weges etwa 20 cm tief ab. So fällt der Gute fast auf die Nase. 
Er kann die Situation seinem Gesprächspartner aber kurz schildern: "So ein blöder Fußgänger." Tja, so ist das.


Sonntag, 25. März 2018

Wandern oder Joggen? Das ist hier die Frage!

Das entscheidet selbstverständlich jeder für sich. Auf der Basis individueller Neigung und vorliegenden Informationen. Geht es ja nicht um das Bewegungsding an sich, sondern den konkret zu erwartenden Nutzen für den Einzelnen. Mein Sohn brachte mich drauf, darüber mal nachzudenken. Wir unterhielten uns vor Tagen über die Nutzbarkeit von Wegen und Straßen fürs Joggen. Ja, wieso fürs Joggen und nicht für das Wandern? Ich neige mich dem Wandern zu. Oder gehen oder spazieren. Jedenfalls der gemächlicheren Gangart. Hier also meine Meinung dazu.

Langsam ist in vieler Hinsicht nützlicher für die Gesundheit. 
- besonders, wenn man sich in der Natur bewegt, erhält man bei langsamen wandern oder spazieren deutlich mehr Umweltinformationen als beim joggen. Man sieht, riecht, hört und spürt mehr von der Natur. Das ist ein nicht zu unterschätzender Gesundheitsfaktor.
- langsam setzt einen deutlichen Kontrapunkt zur sonstigen Hektik unseres Alltagslebens. Warum soll man nicht die Möglichkeit der bewussten Entschleunigung nutzen?
- eine Gangart in normalem Tempo entspricht eher unserem natürlichen Bewegungsschema als eine rennen. Dieses passt doch eher zum Fluchtreflex. 
- langsam kräftigt Sehnen, Gelenke und Muskulatur. Die Belastung beim rennen, kann diese aber sogar schädigen. Besonders dann, wenn unser Körpergewicht erheblich größer als notwendig ist. 
- den Trainingseffekt durch langsame Entwicklung halte ich auch für nachhaltiger.
- Streckenbezogen ist langsam sogar stärker im Energieumsatz als schnell. Denn beim Wandern mache ich pro km mehr Schritte als bei Joggingtempo. 
- für Menschen mit wenig Zeit, scheint Joggen aber den Vorteil zu haben, in kürzerer Zeit, den gleichen Energieumsatz zu haben. Stimmt. Die 6 km welche ich in 1 Stunde laufe, macht ein Jogger in 30 Minuten. Positiv gerechnet. Viel Jogger rennen nur unwesentlich schneller als ich wandere. Die gewonnenen halbe Stunde benötigt der Jogger aber um sich zwei mal umzuziehen und ausgiebig zu duschen. Zum Wandern oder spazieren benötige ich jedoch keine Spezialkleidung. Allenfalls andere Schuhe. Und ohne heftige Schweißausbrüche spare ich mir die extra Dusche. Der Jogger mag einwenden: dafür muss ich eben abends nicht mehr duschen. Einverstanden. Aber ...
- Wandern bzw. spazieren lässt sich problemlos in den ganz normalen Tagesablauf einbauen. Einfach den Arbeitsweg so planen, dass jeweils 15 Minuten Fussweg dabei sind. Das Einkaufen lässt sich ähnlich organisieren. Jeder Einkauf und andere notwendige Erledigung wird so zur Trainingseinheit.

Nicht zu vergessen. Wandern ist erheblich ästhetischer als Joggen. Ich spaziere regelmäßig auf von Joggern genutzten Wegen. Ich muss sagen, erschöpft mit den Füßen schlurfenden Jogger wirken nicht optisch anspruchsvoll. 

Samstag, 10. März 2018

Warum sollte man nur maximal 4 Schichten hintereinander arbeiten?

Eigentlich ganz logisch. Wieso sollten wir Menschen uns anmaßen, es in der Arbeitsleistung GOTT gleich zu tun? Dieser arbeitete bekanntermaßen 6 Schichten am Stück. Und zwar Nachtschichten ("Es wurde Abend und es wurde Morgen").  
Die ersten Schichten waren noch absolut in Ordnung, was die Qualität und die Quantität der Arbeit betrifft. Wenn auch die Einteilung der einzelnen Abschnitte, für mich als NichtGOTT nicht immer verständlich ist. Ich hätte die Aufgaben des vierten Tages ganz nach vor gezogen. Aber - gegessen. Dieser Drops ist gelutscht. Ich habe Verständnis dafür. Jeder Nachtschichtler kennt die Probleme der ersten Schicht. Letztlich ist die Reihenfolge recht egal. Für den Menschen sowieso, der war noch gar nicht da. 

Nun zur entscheidenden Schicht. Die Sechste. Bis zur Mitte ist noch alles gut. Gott schuf alles Landgetier. Dieses lebte nunmehr gemeinsam mit den Pflanzen, den Wassertieren und den Vögeln in Frieden und Eintracht. Die Nahrungskette war ordentlich organisiert, Veränderungen der Umwelt gingen in einer Art und Weise vor sich, dass sich alles Leben ständig entwickeln und anpassen konnte. 
Die Zufriedenheit mit dem Erreichten verleitete GOTT nun zum entscheidenden Fehler. Er schuf die Herrentiere (schlechter Begriff, nicht gendergerecht). Wenn die auch Anfangs nur kleine Fehler machten, ich erinnere an das Essen eines Apfels vom falschen Baum, wuchs sich dieses Lebewesen bald zum Problem für die gesamte so gut gelungenen SCHÖPFUNG aus. 

Riesen Gebiete wurden entbaumt. Für die eigene Bequemlichkeit wurden Dinge auf die Welt gesetzt, welche diese mit Giften und Gasen zerstören. Die Fische nach und nach vollständig aus dem Wasser entfernt. Dafür Plastikmüll eingesetzt. Praktisch wird die SCHÖPFUNG GOTTes vernichtet. Stück um Stück. Gnade uns GOTT, wenn dieser aus dem frei zurück kommt und die nächste Schicht beginnt. Dann sieht er was passiert ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er da was ändern wird. Den GOTT ist gewiss auch selbstkritisch.

Wir sehen also. Selbst für GOTT sind 6 Tage zu viel. Wir Menschen machen solch grobe Fehler bereits am 5ten Tag.

Also. Maximal 4 Schichten und dann Pause.


Samstag, 16. Dezember 2017

kann man sich vegan ernähren?

Yes, we can! Um mal zu kalauern. Etwa 1.6 % der Deutschländer tun es. Die Vegetarier hinzugezählt sollen es gar 10% sein. Kein Kunststück. In vielen armen Ländern ernähren sich Menschen zwangsweise fleischlos. Auch hierzulande war das lange Zeit üblich und normal. Ob es tatsächlich gut für die Gesundheit ist, vermag ich nicht zu bewerten. Mit steigendem Fleischkonsum, ist offenbar aber auch die Lebenserwartung gestiegen. Oder trotz? Außerdem sind die heutigen pflanzlichen Lebensmittel oft hochveredelt.
Mögliche Mangelernährung an bestimmten Vitaminen oder Mineralien, welche durch rein pflanzliche Ernährung vorhanden sein soll, kann vernachlässigt werden. Viele von uns schaffen es, unvegan eine Mangelernährung dieser Art zu erzeugen. In dieser Hinsicht ist vegan also völlig in Ordnung.
Für mich ist es dennoch nichts. Mir gefällt vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung. Neben der Möhre, der Gurke, Tomate und dem Apfel, esse ich auch gern mal Rindsleber, Hühnchen, Fisch,  Wurst und Käse. Dazu bekenne ich mich. Dem alternden Menschen bekommen auch nicht mehr alle der gesunden pflanzlichen Nahrungsmittel. Schade.
Apropos Hühnchen. In alter Zeit galt eine Hühnerbrühe gut als Ernährung, um Kranke zu kräftigen. Nicht etwa Gemüsesuppe.

Praktizierende Veganer führen gern ethische Gründe für die vegane Ernährung an. Das Tierwohl wäre zu beachten und für die Umwelt ist es auch besser. Ich will den Veganern in dieser Hinsicht völlig Glauben schenken. Ja, ethisch ist es sicher nicht gut, Tiere zu töten, sie zum Zwecke unserer Ernährung in Massen und nicht gerecht ihrer Lebensweise zu halten oder auszubeuten. Mir wäre es auch lieber, wir könnten die Ernährung wie auf der Enterprise sicherstellen. Soweit werden wir jedoch absehbar nicht so schnell sein - wobei mir bereits heutzutage manch Lebensmittel schon zu 90% aus Erdöl zu bestehen scheint. 
So versuche ich bei der Auswahl meiner nicht veganen Ernährungskomponenten persönliche ethische Grundsätze zu beachten. Seit geraumer Zeit verzichte ich auf wohlschmeckendes Lamm- und Kalbfleisch sowie Spanferkel. Und achte beim Einkauf schon auf den Ursprung. 
Ausgebeutet werden übrigens nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. 
Auch stelle ich mir ernsthaft die Frage, warum das Tierrecht höher gehandelt wird, als das der Pflanzen.

Die Welt kann ich nicht dadurch retten, dass ich vegan lebe. Schon durch den Standort meines Lebensmittelpunktes im reichen politischen Westen, ist viel vorbestimmt. Als Individuum kann ich zudem in der Demokratie nichts regulieren, indem ich als Konsument von einem Zug, in einen anderen steige. Ausschließlich die Macht von Industrie und Geld, mit willigen politischen Figuren aller geschlechtlicher Identitäten bestimmen das. Das verändert man nicht durch Verzicht auf Schnitzel und Honig.

Sonntag, 16. Juli 2017

Straßen und Müllbehälter ....

Einen Teil meines heutigen Sonntagsspazierganges, habe ich zum Müllsammeln benutzt. Offenbar gab es vor dem Haus eine spontane Party unter Teilnahme des Jägermeisters und Mr. Jim Beam. Die lagen unmittelbar neben dem Müllbehälter, hatten es also nicht mehr ganz geschafft. Ich habe ihnen in die Tonne geholfen. 

Solche Behälter sind eigentlich ganz gut, man sitzt auf der Bank, genießt die frische Luft und den Gesang der Vögel oder beobachtet die Kinder beim Spielen. Dazu knabbert man etwas mehr oder weniger Süßes und kann die leere Tüte gleich entsorgen. 

Hier befindet sich der Anfang des Hakens dieser Angelegenheit. Und der Zusammenhang mit den Straßen. So wie eben Straßen nichts zur Vermeidung von Straßenverkehr beitragen, sondern diesen erzeugen, so tragen diese öffentlichen Müllbehälter nicht zur Vermeidung von Müll, sondern zu dessen Erzeugung bei. Besser wäre es, wir würden den mitgebrachten Verpackungsmüll auch wieder mit nach Hause nehmen. Kann ja in doppelter Hinsicht nicht so schwer sein. Haben den Inhalt ja verzehrt.

Schnaps- und Weinflaschen würden auch nicht so viele draußen rumliegen, gäbe es auch hier eine finanzielle Belohnung für die Rückgabe.

Samstag, 30. Juli 2016

Horoskope und Orakel

Von Alters her wurde versucht, auf Basis von Positionen gut sichtbarer Himmelskörper, Schlüsse auf das Leben von Menschen und Ereignisse in deren Umgebung zu erklären, festzulegen oder gar vorherzusagen. Selbst in unserer, aufgeklärten und von wissenschaftlichen Erkenntnissen durchdrungenen Zeit, finden Horoskope großen Zuspruch und sind ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor.  
Der Mensch - besonders wenn er sich über etwas im unklaren ist, vor allem was seine persönliche Zukunft in sozialer, gesundheitlicher und ökonomischer Hinsicht betrifft, greift gern auf solche Hilfsmittel zurück. 

Auch ich lese mir gerne mal ein Horoskop in der Zeitung durch - oder befrage im Internet ein Orakel. Erfreue mich dabei an lustigen Aussagen und scheinbar treffsicheren Erkenntnissen. Obzwar ich weiß, dass man selbstverständlich nicht aus Ort und Zeit seiner Geburt und dem Lauf der Himmelskörper die Zukunft voraussagen kann. Auch nicht die Qualität seiner gegenwärtigen Lebensverhältnisse. Dafür lohnt es eher seine eigenen Sinne zu befragen, den Zustand seiner persönlichen Beziehungen und den Kontostand zu prüfen.


Wie ist das jedoch mit meinem Wesen, wird dieses durch den Ort und der Zeit meiner Geburt bestimmt? Damit meine ich jetzt nicht bestimmte sozialökonomische Komponenten. Denn, dass es sich auf das Leben eines Menschen auswirkt, ob er in Afrika als Kind eines armen Bauern geboren wird oder in Europa als Kind eines Millionärs, ist schon ziemlich klar.



Ich denke jedoch, dass es auch andere Zusammenhänge zwischen Ort und Zeit der Geburt sowie dem Charakter und Wesen eines Menschen auf der anderen Seite gab und gibt. Unsere Ahnen hatten ein wesentlich höheres Naturwissen und Naturverständnis als wir. Und sie beobachteten genauer. Nahmen erkannte Zusammenhänge in das weiter vermittelte Wissen auf. Auch wenn sicher manche daraus hergestellten Bezüge willkürlich erscheinen und ein guter Teil es auch ist. Wir wissen ja, wenn es regnet wird die Straße nass. Wenn die Straße nass ist, bedeutet das jedoch nicht, dass es geregnet hat, Es kann auch die Stadtreinigung mit einem Sprengwagen gefahren sein. Oder ein Wasserrohr ist geplatzt.



In den Zeiten. als sich unserer Vorfahren noch durch produktive Arbeit als Bauern ernähren mussten und jahreszeitlich sehr unterschiedliche Bedingungen dafür hatten, erscheint es mir sehr einleuchtend, dass es für ein Kind einen Unterschied macht, ob es in Bezug auf die Nährung, zu einer guten Zeit oder eben zu Hungerzeiten am Ende eines langen Winters das Licht der Welt erblickte. Das konnte gar über Leben und Tod entscheiden. Wer einen guten Geburtszeitraum erwischte wurde unter einem guten Stern geboren. Defizite beim Essen wirken sich auch in der Dauer auf uns aus. Nicht nur körperlich - nein, auch das Gehirn benötigt bestimmte Mineralien und Vitamine, um die größte Leistung zu vollbringen. Auch ist es wichtig, ob ich ausreichend Sonnenlicht erhalte oder ich schon meine ersten, wichtigen Lebensmonate weitestgehend im Dunklen verbringen muss. Diese persönliche Entwicklung eines Menschen bestimmt sowohl die Stellung in der Gemeinschaft, als auch meine sich daraus entwickelnde Persönlichkeit. Ein starker und kluger Mensch hat ganz andere Möglichkeiten für sein Selbstbewusstsein, als der schwache und geistig benachteiligte Bruder.


Als weiteren Aspekt sehe ich auch, dass später scheinbar an die Zeit und zu dieser Zeit erkannte Planetenkonstellationen geknüpfte Eigenschaften nicht nur einfach zugesprochen, sondern auch anerzogen werden. Wem man von Geburt an, Empfindsamkeit nachsagt, den behandelt man möglicherweise auch dementsprechend. Ihn konditioniert man ganz anders als den unter dem Stern des Strahlemanns geborenen Siegertypen.